Bekdorf

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Das Dorf, mit seinen 100 Einwohnern, liegt an der westlichen Seite des idyllischen Marschflusses Bekau. Die Gesamtfläche von 170 Hektar ist überwiegend von Wiesen und Feldern geprägt. Verkehrstechnisch liegt der Ort zentral zwischen den Städten Itzehoe und Wilster. Eine direkte Anbindung an die B 5 und die Durchquerung der L 431 geben Bekdorf eine verkehrsgünstige Lage.

 

Die Brücke über die Bekau in der Gemeinde Bekdorf hatte seit urdenklichen Zeiten eine wichtige Funktion als Fluchtweg der Wilsteraner bei großen Sturmfluten. Der Wichelweg führte über den Steindamm von Wilster aus über Bekdorf nach Oldendorf. 1657 kam es bei dieser Brücke zu einem heftigen Kampf zwischen den Schweden und Dänen, wobei die Dänen 800 Mann verloren haben sollen. Erstmalig wird Bekdorf 1247 erwähnt. Die Gemeinde hat im Jahre 1997 ihr 750-jähriges Bestehen feierlich begangen.

 

Ein enges nachbarschaftliches Verhältnis besteht insbesondere mit den Gemeinden Krummendiek, Moorhusen und Kleve. Neben der Kirche in Krummendiek und dem Kindergarten in Kleve verbindet diese Gemeinden ein enger Kontakt im gemeinschaftlichen dörflichen Leben.

 

Die Wilstermarsch prägt hier das Landschaftsbild. Anfang des 12. Jahrhunderts und nochmals im 16. Jahrhundert kamen niederländische Siedler in die Wilstermarsch, die (ähnlich wie in der Krempermarsch und auf Eiderstedt) die Milchwirtschaft und die Käseproduktion einführten. Mit Hilfe der niederländischen Zuwanderer wurden hunderte von Entwässerungsmühlen gebaut, um das weitgehend unter dem Meeresspiegel liegende Land zu entwässern. Die Gemeinde Bekdorf liegt nur 4 m über N.N..  Noch heute durchziehen Gräben, Wettern und Auen das Gebiet, um eine funktionierende Landwirtschaft zu garantieren und die Flächen trocken zu halten. Hat früher überwiegend Grünland und der Anbau von Getreide die Marsch geprägt, ist Mais durch den zunehmenden Einsatz als Tierfutter und für Biogasanlagen anzutreffen. Dies hat auch zu einem veränderten Einsatz von landwirtschaftlichen Maschinen geführt. Heute ist nur noch mit großen, schweren Maschinen eine wettbewerbsfähige Landwirtschaft möglich. Die damit verbundene Belastung für das Wirtschaftswegenetz ist deutlich sichtbar. Auch hat sich der Personaleinsatz deutlich reduziert. Insoweit ist die traditionelle Landwirtschaft nur noch im geringen Umfang vorzufinden.

 

Bürgermeister Matthias Kelting

 

Telefon (04823) 75125 Bürgermeister Matthias Kelting, Achtern Diek 5, 25554 Bekdorf

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